Nach schwerer Attacke am ZOB in Minden

Nach schwerer Attacke am ZOB in Minden

Opfer im Klinikum gestorben - Zeugen gesucht. Die Nationalität des mutmaßlichen Täters wurde bisher nicht veröffentlicht.

Update 07.01.2020: Der Beitrag über den Tod des Opfers wurde bundesweit mehrere hundert Male geteilt. Dabei geht es in erster Linie darum, die Tat aus politisch motivierte Gründen einem ausländischen Täter zuzuschreiben. Es gibt jedoch derzeit keine belastbaren Informationen über die Nationalität des mutmaßlichen Täters. Die Pressestelle der Polizei teilte auf Nachfrage mit, dass in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld keine Details veröffentlicht würden, da es sich um einen minderjährigen Täter handele. Die Frage, ob es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Deutschen oder einen Ausländer handelt, ist also offen. Spekulationen darüber dienen bisher lediglich der politischen Stimmungsmache.

 

Nach der schweren Attacke auf einen 55-jährigen Mindener am ZOB an der Lindenstraße am späten Silvesterabend ist der Mann nun im Klinikum verstorben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bielefeld wird eine Obduktion des Leichnams durchgeführt. Die soll noch im Laufe dieser Woche erfolgen. Zudem suchen die Ermittler dringend Zeugen des Vorfalls an der Lindenstraße.


Wie bereits berichtet, hatten Zivilfahnder der Polizei gegen 22.35 Uhr beobachtet, wie ein 17-Jähriger dem Mann zunächst einen leichten Schubs versetzte und anschließend seinem Opfer heftig gegen den Oberkörper trat. Daraufhin stürzte der 55-Jährige zu Boden und schlug dabei mit dem Kopf auf. EinNotarzt kümmerte sich vor Ort um den Schwerverletzten und ließ den Mann zur weiteren Behandlung ins Klinikum bringen.


Die Polizisten konnten den mutmaßlichen Angreifer festnehmen. Der befindet sich seit Neujahr wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Sein 15-jähriger Begleiter stellte sich am Donnerstag vergangener Woche den Ermittlern. Auch er macht keineAngaben zum Geschehen. Der 15-Jährige wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.


Da die Gründe für die Attacke weiterhin unbekannt sind, hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf Zeugen, die Angaben zu dem Geschehensablauf machen können. Hinweise werden von der Polizei in Minden unter Telefon (0571) 88660 erbeten.

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